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DSLR Camera Pro

Fotografie

34.00 Bewertungen
2,5
Entwickler
Geeky Devs Studio
Veröffentlicht
11.12.2013
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DSLR Camera Pro screenshot
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Wer mit dem Smartphone fotografiert, landet schnell bei einer Kamera-App, die möglichst viele Effekte, Filter und automatische Vorschläge anbietet. DSLR Camera Pro geht gedanklich in die andere Richtung: Der Name richtet den Blick auf eine kontrolliertere Aufnahme und weniger auf nachträgliche Spielereien. Ich habe die App deshalb vor allem danach betrachtet, wie sinnvoll sie sich für bewusste Fotografie im Alltag anfühlt, welche Entscheidungen sie mir überlässt und wie viel Vertrauen ich in eine kostenpflichtige Kamera-App setzen kann.

Es handelt sich um eine Fotografie-App von Geeky Devs Studio. Im Store wird sie mit einer durchschnittlichen Bewertung von 2,5 bei rund 1.800 Bewertungen geführt und kommt auf über 50.000 Installationen. Das ist keine breite Massenbasis, aber genug, um zu zeigen, dass das Konzept einige Nutzer erreicht. Der Preis von 3,49 € macht die Entscheidung etwas ernster: Ich würde sie nicht einfach nebenbei installieren, sondern vorher überlegen, ob ich tatsächlich eine möglichst direkte Kameraerfahrung suche.

Wie sich DSLR Camera Pro im Alltag anfühlt

Mein erster Eindruck ist weniger der einer umfassenden Bildbearbeitung als der einer App, die den Aufnahmevorgang selbst in den Mittelpunkt stellt. Das passt zum kurzen Store-Versprechen „DSLR Camera Pro“, sollte aber nicht mit einer echten Spiegelreflexkamera verwechselt werden. Ein Smartphone bleibt technisch ein Smartphone. Die App kann die Bedienung und den Zugriff auf die Kamera beeinflussen, aber sie zaubert weder ein größeres Objektiv noch einen größeren Sensor in das Gerät.

Gerade deshalb finde ich die Einordnung wichtig. Wer auf dem Handy nur schnell den Auslöser drücken möchte, ist mit der vorinstallierten Kamera oft besser bedient. Sie startet gewöhnlich ohne Umweg, kennt die Besonderheiten des jeweiligen Geräts und arbeitet eng mit der Systemsoftware zusammen. DSLR Camera Pro richtet sich eher an Menschen, die vor dem Auslösen kurz innehalten und bewusster entscheiden wollen, wie ein Motiv aussehen soll.

Die App ist für mich besonders dann interessant, wenn das Smartphone nicht nur als Schnappschussgerät dienen soll. Ein Gebäude mit schwierigen Hell-Dunkel-Bereichen, ein stilles Motiv am Fenster oder eine Szene, bei der der automatische Look zu stark eingreift, profitieren eher von einer überlegten Aufnahme als von einem schnellen Filter. Gleichzeitig hängt die tatsächliche Qualität stark vom jeweiligen Smartphone ab. Auf einem älteren Gerät darf man keine Ergebnisse erwarten, die allein durch den App-Wechsel plötzlich professionell wirken.

Ein realistischer Einsatz zwischen Alltag und Hobby

Ein gutes Beispiel ist ein Spaziergang am späten Nachmittag. Ich sehe eine alte Fassade, deren helle Wand und tiefer Eingangsbereich die automatische Belichtung vor eine typische Herausforderung stellen. Mit der Standardkamera würde ich vermutlich mehrere Bilder aufnehmen und hoffen, dass eines davon ausgewogen aussieht. Bei einer stärker auf Kontrolle ausgerichteten Kamera-App würde ich mir eher Zeit nehmen, den Bildausschnitt zu prüfen, die Helligkeit bewusst zu beurteilen und erst dann auszulösen.

Das klingt unspektakulär, ist aber der eigentliche Wert solcher Apps: Sie verändern nicht unbedingt das Motiv, sondern die Aufmerksamkeit des Fotografen. Ich fotografiere weniger beiläufig und denke eher über Licht, Abstand und Bildwirkung nach. Für Familienfotos, spontane Haustierbilder oder eine schnelle Aufnahme eines Dokuments ist dieser zusätzliche Moment dagegen nicht automatisch ein Vorteil.

Ein weiterer sinnvoller Ablauf ist das Fotografieren von Notizen, Skizzen oder kleinen Gegenständen für ein persönliches Projekt. Hier kann eine ruhigere Kameraoberfläche helfen, nicht ständig zwischen Aufnahme und sozialen Funktionen abzuschweifen. Danach würde ich die Bilder allerdings weiterhin in einer separaten Galerie oder Bearbeitungs-App prüfen. DSLR Camera Pro ersetzt für mich keine vollständige Bildverwaltung und auch kein Werkzeug für präzise Nachbearbeitung.

Was ich vor der Nutzung über Vertrauen wissen möchte

Bei einer Kamera-App ist Vertrauen kein Nebenthema. Sie arbeitet naturgemäß mit einer Funktion des Telefons, die auf Bilder, Personen, Räume und manchmal sehr private Situationen gerichtet ist. Deshalb reicht mir der Name einer App nicht als Vertrauenssignal. Ich achte darauf, welche Berechtigungen Android beim ersten Start anzeigt, ob die App den Zugriff verständlich erklärt und ob ich einzelne Entscheidungen selbst treffen kann.

Bei DSLR Camera Pro würde ich die Berechtigungsabfrage nicht einfach automatisch bestätigen. Ich würde zuerst prüfen, ob der Kamerazugriff für die eigentliche Aufnahme klar nachvollziehbar ist und ob ein Zugriff auf den Speicher nur dann verlangt wird, wenn Bilder gespeichert oder geöffnet werden sollen. Falls das System zusätzliche Rechte anfragt, die für meinen konkreten Ablauf nicht plausibel sind, wäre das für mich ein Grund, vorsichtig zu bleiben oder die App nicht weiter zu verwenden.

Wichtig ist dabei die Grenze zwischen Beobachtung und Vermutung: Aus einer Kamera-Berechtigung lässt sich nicht automatisch ableiten, wie umfassend eine App Daten verarbeitet. Ebenso beweist eine zurückhaltende Oberfläche nicht von selbst, dass keinerlei Informationen außerhalb des Geräts verarbeitet werden. Ich würde Datenschutz- und Berechtigungshinweise direkt im Store und in den Android-Einstellungen lesen, statt der App pauschal gute oder schlechte Absichten zuzuschreiben.

Kontrolle beginnt bei den sichtbaren Entscheidungen

Für mich zählt, ob die App verständliche Entscheidungen ermöglicht. Dazu gehören die Frage, wann die Kamera aktiv wird, wohin ein aufgenommenes Bild gespeichert wird und ob ich den Zugriff später wieder entziehen kann. Android erlaubt es, Berechtigungen nachträglich zu ändern. Diese Möglichkeit nutze ich grundsätzlich, wenn ich eine Kamera-App nur vorübergehend brauche.

Ein praktischer Test ist schnell gemacht: Ich starte die App, erteile nur die zunächst notwendige Berechtigung und beobachte, ob die Grundfunktion erwartbar arbeitet. Danach prüfe ich in den Systemeinstellungen, welche Zugriffe aktiv sind. Wenn ich die Kamera-Berechtigung deaktiviere, sollte klar sein, dass eine Kamera-App dann nicht mehr fotografieren kann. Das ist kein Fehler der Anwendung, sondern eine sinnvolle Kontrolle durch das Betriebssystem.

Auch beim Speichern lohnt sich Aufmerksamkeit. Ich würde nach einer Testaufnahme die Galerie öffnen und prüfen, ob das Bild am erwarteten Ort auftaucht. Anschließend kann ich kontrollieren, ob die Datei mit anderen Apps geteilt wird oder ob sie einfach lokal in meiner Mediensammlung liegt. Wer sensible Motive fotografiert, sollte diese Routine nicht überspringen. Ein Bild vom Ausweis, von medizinischen Unterlagen oder aus der eigenen Wohnung verdient mehr Vorsicht als ein Foto vom Himmel.

Da DSLR Camera Pro kostenpflichtig ist, erwarte ich persönlich eine besonders klare Kommunikation rund um die Nutzung. Ein Kaufpreis allein ist kein Datenschutzversprechen. Er kann aber die Erwartung wecken, dass die App nicht mit aggressiven Ablenkungen arbeitet. Ob diese Erwartung erfüllt wird, sollte jeder vor der regelmäßigen Nutzung anhand der sichtbaren Hinweise und Einstellungen selbst prüfen.

Der sensible Moment: Fotografieren ist nicht gleich harmlos

Eine Kamera-App kann in Sekunden Situationen festhalten, die für andere Menschen nicht bestimmt sind. Ich würde DSLR Camera Pro deshalb nicht nur nach Bildqualität beurteilen, sondern auch nach meinem eigenen Verhalten. In Innenräumen achte ich darauf, dass keine privaten Dokumente, Bildschirme oder Personen unbeabsichtigt im Hintergrund landen. Bei Aufnahmen anderer Menschen frage ich vorher, wenn die Situation das verlangt.

Besonders vorsichtig wäre ich bei Arbeitsplätzen, Schulen, Arztpraxen und fremden Wohnungen. Dort kann ein scheinbar nebensächliches Foto Informationen enthalten, die später schwer zu kontrollieren sind. Das ist nicht spezifisch ein technischer Mangel der App, aber eine wichtige Alltagseigenschaft jeder Kamera-Anwendung. Eine bewusstere Bedienung hilft nur dann, wenn ich auch den Inhalt des Bildes bewusst prüfe.

Nach dem Fotografieren würde ich sensible Bilder nicht unnötig lange auf dem Gerät lassen. Ich prüfe die Galerie, lösche misslungene oder versehentliche Aufnahmen und achte darauf, welche Apps Zugriff auf meine Fotos haben. Wenn ich ein Bild teilen möchte, wähle ich den Empfänger gezielt aus, statt es unüberlegt in einen großen Chat zu senden. Diese Schritte sind etwas umständlicher, geben mir aber mehr Kontrolle als ein gedankenloser Umgang mit jeder Kamera-App.

Ein nützlicher Test für die eigene Routine ist das sogenannte Kontrollbild: Ich fotografiere zunächst ein unkritisches Motiv, etwa einen leeren Tisch, und überprüfe anschließend Speicherort, Dateiansicht und Berechtigungen. Erst danach würde ich echte private Inhalte aufnehmen. Dieser kleine Umweg ist besonders sinnvoll, wenn ich eine Kamera-App nach längerer Zeit wieder installiere oder auf einem neuen Smartphone einrichte.

Für wen die App besser passt als die Standardkamera

Ich sehe DSLR Camera Pro vor allem bei Hobbyfotografen, die sich nicht mit der vollautomatischen Smartphone-Fotografie zufriedengeben. Wer lernen möchte, warum ein Bild zu hell, zu dunkel oder unruhig wirkt, kann von einer stärker auf den Aufnahmeprozess ausgerichteten App profitieren. Der Lerneffekt entsteht nicht durch einen einzelnen Knopf, sondern dadurch, dass ich nicht jede Entscheidung an die Automatik abgebe.

Auch für Menschen, die ihr Smartphone als unkomplizierte Zweitkamera nutzen, kann die App interessant sein. Wenn die Standardkamera mit vielen Modi, Empfehlungen oder sozialen Verknüpfungen überladen wirkt, ist eine fokussiertere Alternative angenehmer. Ich würde sie außerdem Personen empfehlen, die bereit sind, die Android-Berechtigungen selbst zu prüfen und nicht jede Nachfrage blind zu akzeptieren.

Weniger geeignet ist sie für Nutzer, die vor allem Geschwindigkeit brauchen. Bei einem spontanen Kinderfoto, einem flüchtigen Tier oder einer Szene, die nur wenige Sekunden dauert, kann jede zusätzliche Entscheidung stören. In solchen Fällen ist die vorinstallierte Kamera häufig die bessere Wahl, weil sie auf das konkrete Smartphone abgestimmt ist und den Weg zum Auslöser möglichst kurz hält.

Auch wer umfangreiche Bearbeitung, automatische Porträtoptimierung, Cloud-Synchronisierung oder eine große Sammlung kreativer Effekte sucht, sollte seine Erwartungen anpassen. DSLR Camera Pro positioniert sich nicht als kompletter Ersatz für eine Bildbearbeitungs-Suite. Für diesen Zweck würde ich nach der Aufnahme zu einer spezialisierten App wechseln und vorher genau prüfen, welche Fotos diese zweite Anwendung sehen darf.

Vergleich mit üblichen Alternativen

Die naheliegendste Alternative ist die Kamera-App, die bereits auf dem Smartphone installiert ist. Ihr großer Vorteil liegt in der Integration: Sie kennt die Hardware, ist meist sofort verfügbar und funktioniert oft zuverlässig mit Galerie, Video und Systemfunktionen. DSLR Camera Pro muss sich dagegen durch eine andere Bedienidee rechtfertigen. Wenn ich keinen Unterschied in der Kontrolle oder im Arbeitsgefühl bemerke, sehe ich keinen Grund, zusätzlich Geld auszugeben.

Eine weitere Alternative sind kostenlose manuelle Kamera-Apps. Sie können für Einsteiger attraktiv sein, weil sich verschiedene Bedienkonzepte ohne Kauf ausprobieren lassen. Dafür muss ich bei kostenlosen Angeboten besonders auf Berechtigungen, Werbung, Konten und sichtbare Datenentscheidungen achten. Ein niedriger Preis ist nicht automatisch ein Vorteil, wenn die Nutzung dadurch unruhiger oder weniger transparent wird.

Professionellere Kamera-Apps können mehr Einstellungen, bessere Erklärungen oder eine modernere Anpassung an aktuelle Geräte bieten. Das bedeutet aber nicht, dass sie für jeden besser sind. Mehr Optionen erhöhen auch die Lernkurve. DSLR Camera Pro kann gerade dann angenehmer sein, wenn ich keine komplette technische Schaltzentrale möchte, sondern eine bewusstere Alternative zur Automatik suche.

Der entscheidende Vergleich ist für mich deshalb nicht die Anzahl der Menüpunkte, sondern der konkrete Ablauf. Wie schnell kann ich ein Motiv aufnehmen? Verstehe ich, welche Berechtigungen aktiv sind? Kann ich die App ohne unnötige Konten nutzen? Finde ich meine Bilder anschließend wieder? Wer diese Fragen vor dem Kauf beantwortet, wird weniger von einer hübschen Beschreibung und mehr vom tatsächlichen Arbeitsablauf profitieren.

Version, Gerätealter und Kaufentscheidung

Die aktuelle Version ist 3.1, als Mindestvoraussetzung wird Android 4.1 genannt. Das zeigt, dass die App auch für ältere Android-Geräte grundsätzlich interessant sein kann. Gleichzeitig bedeutet eine niedrige Systemvoraussetzung nicht automatisch, dass jede Funktion auf jedem modernen Smartphone gleich gut arbeitet. Kamera-Hardware, Herstelleroberfläche und Android-Anpassungen können die Erfahrung deutlich beeinflussen.

Ich würde die App daher nicht allein wegen der Kompatibilität mit einem älteren System kaufen. Vorher würde ich prüfen, ob mein Gerät die gewünschte Kamera wirklich unterstützt und ob die Bedienung mit meiner Android-Version sauber wirkt. Besonders bei älteren Telefonen sind Startverhalten, Bildspeicherung und Wechsel zwischen Kamera und Galerie Punkte, die ich im Alltag testen würde.

Das Mindestalter von USK ab 0 Jahren macht die App grundsätzlich für alle Altersgruppen zugänglich. Das sagt jedoch nichts darüber aus, wie verantwortungsvoll einzelne Nutzer mit den Motiven umgehen. Bei Kindern würde ich die App nicht unbeaufsichtigt als Spielzeug einsetzen, wenn dabei Fotos anderer Menschen entstehen können. Technische Altersfreigabe und bewusster Umgang mit Bildern sind zwei verschiedene Dinge.

Die Veröffentlichung am 11.12.2013 erklärt außerdem, warum ich bei einer älteren Kamera-App besonders auf die praktische Unterstützung meines Geräts achten würde. Das ist keine automatische Abwertung. Eine einfache Kamera kann lange nützlich bleiben. Aber aktuelle Smartphones bringen oft spezielle Kamera-Optimierungen mit, die eine ältere Drittanbieter-App möglicherweise nicht vollständig ausnutzt. Für mich wäre das ein Grund, vor dem Kauf einen kurzen Praxistest mit unkritischen Motiven zu machen und die Ergebnisse mit der Standardkamera zu vergleichen.

Mein Arbeitsablauf für eine sichere Nutzung

Wenn ich DSLR Camera Pro regelmäßig verwenden wollte, würde ich die Einrichtung bewusst in kleinen Schritten vornehmen. Zuerst installiere ich die App, lese die sichtbaren Hinweise und erteile nur die Berechtigungen, die für eine Testaufnahme nachvollziehbar sind. Danach fotografiere ich ein neutrales Motiv und kontrolliere, ob das Bild korrekt gespeichert wurde.

Im zweiten Schritt prüfe ich die Android-Berechtigungen erneut. Ich möchte wissen, ob nur der Kamerazugriff aktiv ist oder ob weitere Zugriffe hinzugekommen sind. Anschließend würde ich entscheiden, ob ich die App dauerhaft behalten möchte. Diese Prüfung dauert nur wenige Minuten und ist bei einer Anwendung, die regelmäßig die Kamera öffnet, für mich wichtiger als ein schneller erster Eindruck.

Für private Aufnahmen nutze ich einen getrennten Ablauf: keine unnötigen Testbilder mit vertraulichen Inhalten, keine automatische Weitergabe und regelmäßiges Aufräumen in der Galerie. Wenn ich ein Foto bearbeiten möchte, gebe ich nach Möglichkeit nur die ausgewählte Datei an die nächste App weiter. So bleibt die Entscheidung über meine Bilder möglichst eng an der konkreten Aufgabe.

Wer die App nur einmal für ein bestimmtes Projekt braucht, kann nach dem Export prüfen, ob sie wirklich noch benötigt wird. Nicht jede installierte Kamera-App muss dauerhaft Zugriff auf die Kamera behalten. Das Entziehen der Berechtigung oder die Deinstallation sind einfache Möglichkeiten, die eigene Angriffsfläche klein zu halten, ohne auf Fotografie verzichten zu müssen.

Mein vorsichtiges Urteil

DSLR Camera Pro ist für mich keine Empfehlung an alle Smartphone-Fotografen, sondern eine Nischenlösung für Menschen, die den Aufnahmevorgang bewusster erleben möchten. Der Preis von 3,49 € ist überschaubar, verlangt aber einen klaren Grund für den Kauf. Die Bewertung von 2,5 zeigt zugleich, dass ich nicht einfach von einer rundum überzeugenden Erfahrung ausgehen würde. Ich würde die App nur dann wählen, wenn mir ihre kontrolliertere Ausrichtung wichtiger ist als maximale Automatik und modernste Integration.

Mein persönlicher Rat lautet: Vergleiche zuerst ein paar typische Motive mit der Standardkamera, prüfe die Android-Berechtigungen und entscheide danach, ob die zusätzliche Bedienung wirklich einen Unterschied macht. Für bewusste Architektur-, Stillleben- oder Lernaufnahmen kann das Konzept passen. Für schnelle Familienbilder, aktuelle Spezialfunktionen oder eine möglichst reibungslose Komplettlösung würde ich eher bei der vorinstallierten Kamera oder einer moderneren Alternative bleiben.

In Sachen Vertrauen bleibe ich bei einer nüchternen Haltung. Ich würde die sichtbaren Hinweise lesen, nur notwendige Zugriffe erlauben und die Kontrolle über gespeicherte und geteilte Bilder regelmäßig selbst übernehmen. Genau diese Eigenverantwortung ist bei jeder Kamera-App entscheidend. Meine Empfehlung gilt daher nur für Nutzer, die bewusst fotografieren und bewusst mit Berechtigungen umgehen möchten.

Unterm Strich ist DSLR Camera Pro eine bezahlte Fotografie-App von Geeky Devs Studio mit einem klaren, aber nicht für jeden passenden Ansatz. Sie kann den Blick auf die Aufnahme schärfen, ersetzt jedoch weder bessere Hardware noch eine vollständige Bildbearbeitung. Wer eine ruhige, weniger spielerische Kameraerfahrung sucht und bereit ist, die eigenen Erwartungen sowie die Systemrechte zu prüfen, kann ihr eine Chance geben. Wer dagegen einfach nur schnell und zuverlässig fotografieren möchte, wird mit der üblichen Smartphone-Kamera wahrscheinlich zufriedener sein.

Für mich bleibt deshalb ein gemischtes, aber nachvollziehbares Urteil: DSLR Camera Pro ist eher ein Werkzeug für bewusste Fotografie als eine universelle Kamera-App. Genau darin liegt ihre mögliche Stärke, aber auch ihre wichtigste Grenze.

Highlights

  • Viele manuelle Einstellungen für erfahrene Fotografinnen und Fotografen
  • Unterstützt RAW-Aufnahmen auf kompatiblen Geräten
  • Praktische Steuerung von ISO
  • Fokus
  • Weißabgleich und Belichtungszeit
  • Kein integrierter Cloud-Zwang für die lokale Bildspeicherung
  • Übersichtliche Oberfläche ohne überladene soziale Funktionen

Einschränkungen

  • Nicht jedes Smartphone unterstützt sämtliche Kamera-Funktionen
  • RAW-Dateien benötigen deutlich mehr Speicherplatz
  • Für Einsteiger wirkt die Vielzahl an Optionen zunächst kompliziert
  • Bildqualität hängt weiterhin stark von der Smartphone-Hardware ab
  • Einige Funktionen können je nach Android-Version eingeschränkt sein

Häufig gestellte Fragen

Was ist DSLR Camera Pro und für wen eignet sich die App?

DSLR Camera Pro ist eine Kamera-App für Android, die sich an Nutzer richtet, die mehr Kontrolle über ihre Aufnahmen wünschen als mit der standardmäßigen Smartphone-Kamera. Je nach unterstütztem Gerät können manuelle Einstellungen wie Fokus, Belichtungszeit, ISO-Wert, Weißabgleich und Belichtungskorrektur genutzt werden. Sie eignet sich besonders für Fotografie-Einsteiger und Fortgeschrittene, die experimentieren möchten.

Welche manuellen Kameraeinstellungen bietet DSLR Camera Pro?

Die verfügbaren Funktionen hängen stark vom Smartphone und der Android-Version ab. Auf kompatiblen Geräten können unter anderem ISO, Verschlusszeit, Fokus, Weißabgleich, Belichtung und verschiedene Aufnahmeoptionen angepasst werden. In meinem Test wirkte die App vor allem dann interessant, wenn die Hardware Camera2 API unterstützt. Ohne diese Unterstützung können einige Einstellungen fehlen oder nur eingeschränkt funktionieren.

Funktioniert DSLR Camera Pro auf jedem Android-Smartphone?

Nein, eine vollständige Kompatibilität mit jedem Android-Smartphone kann nicht garantiert werden. Die Leistung und der Funktionsumfang hängen von Kamera-Hardware, Herstellerfreigaben, Android-Version und Unterstützung manueller Kamera-APIs ab. Vor dem Download sollte man deshalb die Systemanforderungen und Nutzerbewertungen im jeweiligen Store prüfen. Auf manchen Geräten funktionieren bestimmte Modi, Fokusoptionen oder Belichtungswerte möglicherweise nicht wie erwartet.

Kann DSLR Camera Pro bessere Fotos aufnehmen als die Standardkamera?

Die App verbessert nicht automatisch die Kamera-Hardware des Smartphones. Ihr Vorteil liegt hauptsächlich in der manuellen Kontrolle und darin, dass Nutzer Einstellungen gezielter an die jeweilige Situation anpassen können. Bei Nachtaufnahmen, bewegten Motiven oder kreativen Langzeitbelichtungen kann das hilfreich sein. Für schnelle Schnappschüsse liefert die vorinstallierte Kamera jedoch oft bequemere automatische Ergebnisse.

Ist DSLR Camera Pro kostenlos und gibt es Werbung oder zusätzliche Kosten?

Ob DSLR Camera Pro kostenlos angeboten wird, ob Werbung erscheint und ob einzelne Funktionen kostenpflichtig sind, kann sich je nach Store-Version und Region ändern. Vor der Installation sollte man deshalb die aktuelle Produktseite genau lesen und auf Hinweise zu In-App-Käufen achten. Außerdem empfiehlt es sich, die angeforderten Berechtigungen zu prüfen, insbesondere den Zugriff auf Kamera, Mikrofon und Speicher.

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Veröffentlicht
11.12.2013

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